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https://dmg.dresden.de/de/presse/infoservice/ausstellungen/m1705a05.php 23.08.2017 11:32:51 Uhr 14.11.2019 08:26:53 Uhr
Prunkvolle osmanische und orientalische Waffen, Rüstungen und Geschirre sind in der Türckischen Cammer zu finden, einer der ältesten und weltweit bedeutendsten Sammlungen zur osmanischen Kulturgeschichte. © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer, Foto: David Brandt
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Rüstkammer, Foto: David Brandt

Orte von Vielfalt, Begegnung und Austausch

Dresden ist eine Stadt, in der seit Jahrhunderten Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen zusammentreffen. Kulturelle und religiöse Vielfalt prägt nicht nur die Sammlungen der berühmten Dresdner Museen. Sie belebt auch den Alltag der Stadt: zum Beispiel in den Gotteshäusern der verschiedenen Religionen und Konfessionen oder bei der »Jüdischen Musik- und Theaterwoche«.

Tipps

  • Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bieten einen weiten Blick auf Kunst und Kultur verschiedener Länder und Epochen. Die Türckische Cammer im Dresdner Residenzschloss etwa zeigt, was Sachsens vom Orient begeisterte Herrscher vom 16. bis zum 19. Jahrhundert an Kunstschätzen und Kunsthandwerk aus dem Osmanischen Reich zusammentrugen. Blickfang der Türckischen Cammer ist ein prächtiges osmanisches Dreimastzelt: ein Orient-Traum aus Gold und Seide.
  • Wie vielfältig die religiösen Prägungen der Dresdner sind, lässt sich schon an der Architektur der Stadt ablesen. Der Bau der katholischen Dresdner Hofkirche im protestantischen Sachsen war im 18. Jahrhundert ein Politikum. Die Kathedrale der sächsischen Katholiken dient heute nicht nur Gottesdiensten, sondern auch der kulturellen Begegnung. Regelmäßig finden Konzerte statt. Die Silbermannorgel erklingt zum Beispiel jeden Mittwoch und Samstag ab 11.30 Uhr zur »Mittagsmusik«. Führungen durch die Hofkirche werden täglich angeboten. Die russisch-orthodoxe Kirche in der Dresdner Südvorstadt fällt durch ihre markanten Zwiebeltürme auf. Geweiht ist sie dem Heiligen Simeon vom wunderbaren Berge. Besuchern steht sie täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr offen.
  • Die Neue Synagoge Dresden ist ein markanter zeitgenössischer Bau. Nah der Elbe und unweit der Brühlschen Terrasse nimmt er seit 2001 den Platz der alten Synagoge ein, die in der Pogromnacht 1938 zerstört wurde. Der Dresdner Verein Hatikva bietet Führungen an. An jüdische Dresdner, die in der Nazi-Zeit vertrieben und ermordet wurden, erinnern in der Stadt 200 »Stolpersteine«. Verlegt vor den früheren Wohnhäusern der Opfer nennen sie deren Namen, Lebensdaten und Schicksal. Am 9. September organisiert der Verein Stolpersteine Dresden e.V. eine Radtour zu früheren Wohnorten jüdischer Bürger, die in der Nazi-Zeit verfolgt worden sind.
  • Dresdens jüdisches Kulturleben ist rege. Das zeigt sich u.a. bei der Jüdischen Musik- und Theaterwoche. Vom 15. bis zum 29. Oktober gibt es Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Am 21. Oktober wird Wladimir Kaminer die Dresdner Scheune rocken: zunächst bei einer Lesung aus seinem Buch »Goodbye Moskau«, dann als DJ bei der anschließenden »Russendisko«. Was kulturelle Begegnung hervorzubringen vermag, lassen Marina Baranova und Murat Coskun bei einem Konzert am 25. Oktober hören. Als »Firebirds« tritt das Duo im Saal der Jüdischen Gemeinde Dresden auf.

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